Allgemeine Geschäftsbedingungen
Domains, Hosting, E-Mail, Homepage- und technische Leistungen
1. Anbieter und Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge zwischen Marc Bollue, handelnd unter CenterView, und Kunden über Domains, DNS, SSL, Hosting, E-Mail, Homepage- und technische Dienstleistungen. Verbraucher ist jede natürliche Person, die überwiegend zu privaten Zwecken handelt. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Für Reseller gelten ergänzend die Resellerbedingungen. Individuelle Vereinbarungen und die konkrete Leistungsbeschreibung gehen diesen AGB vor. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn CenterView ihnen ausdrücklich zugestimmt hat.
2. Vertragsschluss und Vertragssprache
Darstellungen auf der Website sind grundsätzlich Aufforderungen zur Abgabe einer Bestellung und noch kein verbindliches Angebot, sofern sie nicht ausdrücklich als solches bezeichnet werden. Der Kunde gibt durch Absenden der Bestellung ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt durch ausdrückliche Auftragsbestätigung, Freischaltung der Leistung oder Ausführung der Bestellung zustande.
Vor Absenden einer kostenpflichtigen Verbraucherbestellung werden die wesentlichen Merkmale, Gesamtpreis, Laufzeit, Kündigungsbedingungen und gegebenenfalls das Widerrufsrecht angezeigt. Der Vertragstext und die AGB werden in speicherbarer Form bereitgestellt. Vertragssprache ist Deutsch. Englische und französische Fassungen dienen der Verständlichkeit; zwingende Verbraucherrechte bleiben unberührt.
3. Kundenkonto und Zugangsdaten
Der Kunde muss vollständige und richtige Angaben machen und Änderungen unverzüglich aktualisieren. Zugangsdaten sind geheim zu halten und durch angemessene Maßnahmen vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Handlungen über ein Kundenkonto werden dem Kunden zugerechnet, soweit er den Missbrauch zu vertreten hat.
CenterView darf eine Identitäts-, E-Mail-, Unternehmer- oder Plausibilitätsprüfung durchführen und Bestellungen bis zum Abschluss der Prüfung zurückstellen.
4. Leistungsumfang und technische Abhängigkeiten
Der Umfang ergibt sich aus der im Zeitpunkt der Bestellung geltenden Leistungsbeschreibung, dem gewählten Paket und der Auftragsbestätigung. Domain-, Zertifikats-, Zahlungs- und Teile der Infrastrukturleistungen hängen von Drittanbietern ab. CenterView schuldet deren ordnungsgemäße Auswahl und Ansteuerung, nicht jedoch Handlungen, Entscheidungen oder Ausfälle außerhalb des eigenen Einflussbereichs.
Wartungen, Sicherheitsupdates und technisch notwendige Änderungen dürfen durchgeführt werden. Planbare Arbeiten werden nach Möglichkeit so gelegt, dass Beeinträchtigungen gering bleiben. Eine bestimmte Verfügbarkeit ist nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich als Service Level vereinbart wurde.
5. Domains
Eine Verfügbarkeitsanzeige ist unverbindlich, bis die zuständige Registry die Registrierung bestätigt hat. Der Kunde muss registrierungsfähige, vollständige und richtige Inhaberdaten bereitstellen und Rechte Dritter beachten. CenterView darf eine Registrierung ablehnen oder stoppen, wenn Angaben fehlen, die Domain erkennbar rechtswidrig ist oder der Registrar beziehungsweise die Registry sie nicht akzeptiert.
Domainverträge unterliegen zusätzlich den Regeln der jeweiligen Registry und des eingesetzten Registrars. Diese können besondere Fristen, Nachweise, Streitbeilegungsverfahren, Transferregeln und Veröffentlichungspflichten vorsehen. Der Kunde bevollmächtigt CenterView, die zur Durchführung erforderlichen Erklärungen gegenüber Registrar und Registry abzugeben.
Bei aktivierter automatischer Verlängerung wird die Domain für die jeweilige Registrierungsperiode verlängert, wenn sie nicht innerhalb der im Kundenportal oder in der Leistungsbeschreibung genannten Frist gekündigt wird und die Zahlung gesichert ist. Bei Zahlungsverzug oder fehlender Mitwirkung kann eine Domain auslaufen, gesperrt oder gelöscht werden. Wegen registryabhängiger Wiederherstellungsfristen und Zusatzkosten besteht kein Anspruch auf Wiederherstellung.
6. Hosting, Datenbanken, DNS und SSL
Der Kunde erhält die vereinbarten Ressourcen zur vertragsgemäßen Nutzung. Er muss Anwendungen aktuell halten, sichere Passwörter verwenden und bekannte Sicherheitslücken unverzüglich schließen. Ressourcen dürfen nicht dauerhaft in einer Weise beansprucht werden, die andere Kunden oder die Infrastruktur erheblich beeinträchtigt.
CenterView darf DNS-Einträge, Zertifikate, PHP-Versionen, Sicherheitsfilter oder technische Konfigurationen anpassen, soweit dies für Sicherheit, Funktionsfähigkeit oder die Umsetzung der Kundenanweisung erforderlich ist. Änderungen, die die vereinbarte Hauptleistung wesentlich beeinträchtigen, werden angekündigt, soweit dies möglich und zumutbar ist.
7. E-Mail-Dienste
Der Kunde ist für Postfachnutzer, Empfänger, Inhalte, Verteiler und die Einhaltung von Spam-, Wettbewerbs- und Datenschutzrecht verantwortlich. Der Versand unerwünschter Massen-E-Mails, Phishing, Schadsoftware, Identitätstäuschung und der Betrieb offener Relays sind untersagt.
Filter können legitime Nachrichten fälschlich einordnen oder missbräuchliche Nachrichten nicht vollständig erkennen. Der Kunde muss wichtige Nachrichten zusätzlich sichern. CenterView garantiert nicht, dass jede E-Mail zugestellt, angenommen oder dauerhaft gespeichert wird.
8. Homepage- und individuelle Leistungen
Bei individuell erstellten Webseiten, Konfigurationen oder technischen Arbeiten ergeben sich Leistungsumfang, Mitwirkung, Vergütung und Abnahme aus dem Angebot. Der Kunde stellt Inhalte, Bilder, Zugänge und Freigaben rechtzeitig bereit und versichert, die erforderlichen Rechte zu besitzen.
Verzögerungen aufgrund fehlender Mitwirkung verlängern vereinbarte Fristen angemessen. Änderungswünsche außerhalb des vereinbarten Umfangs können gesondert vergütet werden.
9. Preise, Steuern und Zahlung
Es gelten die im Bestellvorgang ausgewiesenen Preise. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer dargestellt. Gegenüber Unternehmern können Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen werden.
Wiederkehrende Entgelte sind grundsätzlich im Voraus fällig. Zulässige Zahlungsarten ergeben sich aus dem Bestellvorgang. Bei Rücklastschrift, fehlgeschlagener Zahlung oder Zahlungsverzug kann CenterView angemessene tatsächliche Kosten verlangen und Mahnungen versenden.
Sperre nach der 2. Mahnung: Bleibt eine fällige Forderung trotz Zahlungserinnerung, 1. Mahnung und 2. Mahnung unbezahlt und verstreicht auch die in der 2. Mahnung gesetzte angemessene Zahlungsfrist erfolglos, darf CenterView die von der offenen Forderung betroffenen Leistungen vorübergehend sperren, soweit dies technisch möglich, rechtlich zulässig und verhältnismäßig ist. Die Sperre kann insbesondere Hosting, Website, E-Mail, Datenbanken, DNS-Verwaltung sowie zugehörige Portal- und Serverleistungen betreffen. Sie bleibt grundsätzlich bis zum vollständigen Ausgleich der fälligen Forderungen aus dem betroffenen Vertragsverhältnis bestehen. Domainregistrierungen, Transfers und Verlängerungen unterliegen zusätzlich den Vorgaben der jeweiligen Registry und des Registrars.
Der Kunde bleibt zur Zahlung der vereinbarten Entgelte verpflichtet, soweit die Leistung bereitstand und die Sperre durch seinen Zahlungsverzug verursacht wurde.
10. Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
Monatliche Verträge laufen auf unbestimmte Zeit und können mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden, sofern im Angebot keine kürzere Frist genannt ist. Verträge mit anfänglicher Jahreslaufzeit laufen zunächst zwölf Monate und verlängern sich danach auf unbestimmte Zeit; sie können anschließend mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.
Domains werden abweichend hiervon für die jeweilige Registrierungsperiode geführt. Bei aktivierter automatischer Verlängerung verlängert sich die Domain entsprechend den Registryperioden. Die Kündigung muss so rechtzeitig eingehen, dass CenterView sie vor der maßgeblichen Registrarfrist umsetzen kann; die konkrete Frist wird im Kundenportal oder Vertrag angezeigt.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Kündigungen können über die bereitgestellte Kündigungsfunktion, das Kundenportal oder in Textform erklärt werden. CenterView bestätigt den Eingang auf einem dauerhaften Datenträger, soweit gesetzlich erforderlich.
Verbraucher können eine auf der Website abschließbare laufende Leistung außerdem über die ständig erreichbare Kündigungsfunktion „Verträge hier kündigen“ kündigen. Die gesetzlichen Anforderungen an Zugang und elektronische Bestätigung bleiben unberührt.
11. Widerruf für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten enthält die Widerrufsbelehrung. Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass CenterView vor Ablauf der Widerrufsfrist mit einer Dienstleistung beginnt, kann bei Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachte Leistung anfallen. Das Widerrufsrecht kann bei vollständiger Leistungserbringung unter den gesetzlichen Voraussetzungen erlöschen.
Während der gesetzlichen Widerrufsfrist kann die Erklärung auch über die hervorgehoben bereitgestellte Funktion „Vertrag widerrufen“ übermittelt werden. Eine Erklärung per E-Mail oder auf anderem gesetzlich zulässigem Weg bleibt möglich.
12. Mitwirkung und Datensicherung
Der Kunde muss erforderliche Informationen, Freigaben, Zugangsdaten und Ansprechpartner rechtzeitig bereitstellen. Er ist für eigene Inhalte und Daten grundsätzlich selbst verantwortlich und muss angemessene, vom laufenden System getrennte Sicherungskopien führen, sofern nicht ausdrücklich ein verwalteter Backupdienst vereinbart wurde.
Systembackups von CenterView dienen vorrangig der Wiederherstellung der Gesamtinfrastruktur. Ein Anspruch auf Wiederherstellung bestimmter Dateien, Datenbanken oder E-Mails besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
13. Zulässige Nutzung und Inhalte
Untersagt sind insbesondere rechtswidrige Inhalte, Urheber- oder Markenrechtsverletzungen, Hass- und Gewaltdelikte, Darstellungen sexuellen Missbrauchs, Schadsoftware, Phishing, Spam, Angriffe auf Systeme, Umgehung von Schutzmaßnahmen, Kryptomining ohne Freigabe sowie jede Nutzung, die Infrastruktur oder Dritte erheblich gefährdet.
Der Kunde muss auf berechtigte Hinweise zu Rechtsverletzungen oder Sicherheitsproblemen unverzüglich reagieren. CenterView darf offensichtlich rechtswidrige oder akut gefährliche Inhalte vorläufig sperren und Beweise sichern, soweit dies erforderlich und verhältnismäßig ist.
14. Sperrung und Maßnahmen
CenterView darf Leistungen vorübergehend einschränken oder sperren, wenn eine konkrete Gefahr für Systeme oder Dritte besteht, eine rechtmäßige behördliche Anordnung vorliegt, wesentliche Vertragspflichten trotz Abmahnung verletzt werden oder Zahlungsverzug fortbesteht. In dringenden Sicherheitsfällen kann eine vorherige Ankündigung entfallen.
Bei Zahlungsverzug richtet sich die Sperre nach Abschnitt 9. Sie erfolgt grundsätzlich erst nach der 2. Mahnung und dem erfolglosen Ablauf der darin gesetzten angemessenen Zahlungsfrist. Nach vollständigem und eindeutig zuordenbarem Zahlungseingang werden die ausschließlich wegen dieses Zahlungsverzugs gesperrten Leistungen ohne schuldhaftes Zögern wieder freigeschaltet, soweit keine weiteren Sperrgründe bestehen.
Eine Zahlungssperre führt für sich allein nicht zur Löschung vorhandener Kundendaten. Unabhängige Kündigungs-, Aufbewahrungs- und Löschregelungen bleiben unberührt. Der Kunde wird über Grund und mögliche Abhilfe informiert, soweit dadurch Sicherheitsmaßnahmen, Ermittlungen oder gesetzliche Vorgaben nicht gefährdet werden.
15. Mängel und Support
Der Kunde meldet Störungen nachvollziehbar und wirkt an der Eingrenzung mit. CenterView beseitigt zu vertretende Mängel innerhalb angemessener Frist. Fehlfunktionen durch Kundenkonfiguration, fremde Software, externe DNS- oder Registryvorgänge, Internetwege oder höhere Gewalt sind kein von CenterView zu vertretender Mangel.
16. Haftung
CenterView haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Bei Datenverlust ist die Haftung auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer, aktueller und vom Produktivsystem getrennter Datensicherung für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre, soweit der Kunde zur Datensicherung verpflichtet war. Die vorstehenden Begrenzungen gelten entsprechend zugunsten von Mitarbeitern und Erfüllungsgehilfen.
17. Rechte Dritter und Freistellung
Der Kunde darf nur Inhalte, Domains, Software und Daten nutzen, an denen er die erforderlichen Rechte besitzt. Nimmt ein Dritter CenterView wegen einer vom Kunden zu vertretenden Rechtsverletzung in Anspruch, stellt der Kunde CenterView von berechtigten Ansprüchen und angemessenen notwendigen Rechtsverteidigungskosten frei. Dies gilt nicht für Verbraucher, soweit sie die Pflichtverletzung nicht zu vertreten haben.
18. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
CenterView verarbeitet personenbezogene Daten nach der Datenschutzerklärung. Soweit CenterView personenbezogene Daten ausschließlich im Auftrag eines Geschäftskunden verarbeitet, gilt die bereitgestellte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung. Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit seiner Weisungen, Inhalte und Erhebungen verantwortlich.
19. Änderungen von Leistungen und Bedingungen
CenterView darf technische Einzelheiten ändern, wenn der Vertragszweck erhalten bleibt und die Änderung aus Sicherheits-, Rechts-, Registry-, Lieferanten- oder Weiterentwicklungsgründen erforderlich und dem Kunden zumutbar ist. Wesentliche nachteilige Änderungen werden rechtzeitig angekündigt. Gesetzliche Kündigungs- oder Widerspruchsrechte bleiben unberührt.
20. Aufrechnung, Zurückbehaltung und Abtretung
Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Verbraucher dürfen außerdem mit Forderungen aus demselben Vertragsverhältnis aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte dürfen nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis ausgeübt werden. Eine Abtretung von Geldforderungen des Kunden bleibt im gesetzlich zulässigen Umfang unberührt.
21. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit sie nicht den Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzieht. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit zulässig – Gerichtsstand Werl beziehungsweise der für Werl zuständige Gerichtsort.
22. Streitbeilegung und Schlussbestimmungen
CenterView ist nicht verpflichtet und derzeit nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Die eingestellte EU-Online-Streitbeilegungsplattform wird nicht verlinkt.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Regelung tritt das Gesetz. Änderungen und Ergänzungen individueller Verträge bedürfen mindestens der Textform, soweit nicht eine strengere gesetzliche Form gilt.