Resellerbedingungen
Ergänzende Bedingungen für gewerbliche Wiederverkäufer
1. Ausschließlich für Unternehmer
Resellerleistungen werden ausschließlich Unternehmern angeboten. Der Antragsteller versichert, bei Vertragsschluss in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln. CenterView darf Gewerbe-, Identitäts- und Plausibilitätsnachweise verlangen.
2. Vertragsmodell
Der Reseller verkauft eigene Leistungen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an seine Endkunden. Er ist kein Handelsvertreter und nicht berechtigt, CenterView rechtsgeschäftlich zu vertreten. CenterView stellt technische Plattform-, Domain-, Hosting-, E-Mail-, Rechnungs- und Supportfunktionen im vereinbarten Umfang bereit.
3. Endkunden und Rechtstexte
Der Reseller ist für seine Endkundenverträge, Preise, Pflichtinformationen, AGB, Widerrufsbelehrungen, Datenschutzinformationen, Rechnungen und steuerliche Behandlung verantwortlich. Er muss gegenüber Endkunden klar kenntlich machen, wer Vertragspartner ist. CenterView wird nur dann unmittelbarer Vertragspartner des Endkunden, wenn dies im Bestellprozess ausdrücklich ausgewiesen ist.
4. Preise, Wallet und Vorauszahlung
Einkaufs- und Plattformpreise ergeben sich aus dem Resellerportal. Leistungen können ein ausreichendes Guthaben voraussetzen. Wallet-Guthaben ist kein Bankguthaben und wird nicht verzinst. Einzahlungen werden nach erfolgreicher Zuordnung gutgeschrieben; Gebühren von Zahlungsdienstleistern können nach der ausgewiesenen Preisregelung berücksichtigt werden.
CenterView darf Provisionierungen zurückstellen, wenn Guthaben oder Zahlungsdeckung fehlen. Rückerstattungen erfolgen nur, soweit kein Leistungsbezug, keine Domainregistrierung, keine offenen Forderungen und keine entgegenstehenden Zahlungsbedingungen bestehen.
5. Domains und Provider
Domainregistrierungen werden über den jeweils ausgewählten Registrar und die Registry ausgeführt. Der Reseller muss korrekte Endkundendaten, Einwilligungen und Vollmachten sicherstellen. Registry- und Registrarbedingungen werden Bestandteil der Leistung. Der Reseller trägt das Risiko, dass eine Domain zwischen Prüfung und tatsächlicher Registrierung anderweitig vergeben wird.
6. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Reseller ist grundsätzlich Verantwortlicher für die Daten seiner Endkunden. Er muss eine tragfähige Rechtsgrundlage, transparente Informationen und erforderliche Verträge mit seinen Kunden sicherstellen. Soweit CenterView Daten ausschließlich nach Weisung des Resellers hostet, gilt der CenterView-AVV. Für Domainregistrare, Zahlungsdienstleister und Registries können eigenständige Verantwortlichkeiten bestehen.
7. Support und Mitwirkung
Der Reseller ist erster Ansprechpartner seiner Endkunden, sofern nicht ausdrücklich ein direkter Endkundensupport gebucht ist. Er muss Anfragen technisch vorprüfen, erforderliche Informationen sammeln und Sicherheits- oder Missbrauchshinweise unverzüglich weitergeben.
8. Branding und zulässige Nutzung
Eigene Marken und Logos dürfen nur genutzt werden, wenn der Reseller die Rechte besitzt. CenterView-Marken dürfen nicht so verwendet werden, dass eine gesellschaftsrechtliche Verbindung, Vertretungsmacht oder Zertifizierung vorgetäuscht wird. White-Label-Funktionen richten sich nach dem gebuchten Paket.
9. Laufzeit und Beendigung
Der Resellervertrag läuft zunächst zwölf Monate und anschließend auf unbestimmte Zeit. Nach der Anfangslaufzeit kann er mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden, sofern individuell nichts anderes vereinbart ist. Domain- und Endkundenleistungen müssen geordnet übertragen, gekündigt oder fortgeführt werden. Offene Entgelte und Pflichten bleiben bestehen.
10. Sperrung und Haftung
Bei Sicherheitsgefahr, Rechtsverletzungen, missbräuchlicher Nutzung, fehlender Deckung oder wesentlicher Pflichtverletzung darf CenterView betroffene Funktionen angemessen sperren. Die Haftungsregelungen der allgemeinen AGB gelten entsprechend. Der Reseller stellt CenterView von berechtigten Ansprüchen frei, die aus von ihm zu vertretenden Endkundenverträgen, Inhalten oder Datenschutzverstößen entstehen.
11. Rangfolge
Es gelten in dieser Reihenfolge: individuelle Vereinbarung, konkrete Leistungs- und Preisbeschreibung, diese Resellerbedingungen, die allgemeinen AGB und die Nutzungsrichtlinie. Zwingendes Recht bleibt unberührt.